Das Konzept

Das Konzept für den Malort entwickelte Arno Stern, geb. 1924, in seiner „Académie du Jeudi“ am Anfang der 50er Jahre in Paris. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen und Beobachtungen mit malenden Kindern formte er das Malort-Setting: Im Malort sind die Reize von außen minimiert.

Dadurch ist eine besondere Art des Malens möglich. Es geht ausschließlich um den eigenen, inneren Impuls, der auf dem Papier Gestalt annimmt. Die Malspielenden können ganz auf sich konzentriert ihre eigenen Bildwelten entstehen lassen - ohne Vorgaben, Kommentare, Interpretationen oder Bewertungen.

Das Malen richtet sich an alle Altersgruppen und will die Freude am ungestörten Ausleben des individuellen, einzigartigen Ausdrucks wecken. Dies geschieht spielerisch. Das Malen dient keinem Zweck und ist dadurch auch nicht den üblichen Kriterien unseres ästhetischen Urteils unterworfen. Wirkliche Schaffensfreiheit entsteht da, wo es keinen Vergleich, kein Sich-Messen, kein Streben nach Exklusivität oder nach technischer Virtuosität gibt. Es geht einfach um die eigene Malfreude.

„Jeder erfährt hier, dass er unvergleichbar ist, inmitten anderer, die es auch sind.“

Arno Stern

Wie wird gemalt?

Das Zentrum des Malorts ist der Palettentisch mit seinen 18 Guachefarben. An jeder Farbe liegen drei Pinsel auf Holzböckchen. Sie werden immer für diese eine Farbe verwendet. Das Malen ist ganz unkompliziert: Pinsel nehmen, Farbe vermalen, hinlegen ohne auszuwaschen, nächste Farbe….ein Reigen ohne Hindernisse. Manchmal wird die Farbe auch ganz unmittelbar mit den Fingern aufgetragen. Du malst im Stehen auf Papierbögen, die an die Wand aus Weichfaserplatten angeheftet sind. Das Besondere hieran ist: Wenn das Format des Bildes zu klein geworden ist, dann kann ein zweites, ein drittes, ein viertes Blatt angehängt werden.

Nicht nur in den Inhalten, auch in der Ausdehnung ist dem Malen keine Begrenzung von außen vorgegeben.

Die Farbe

Die Gouachefarben sind hochwertig, d.h. sie sind aufgrund ihrer starken Pigmentierung sehr leuchtstark und gut deckend. Dadurch, dass sie sehr schnell trocknen, können sie im Malprozess auch gut übermalt werden. Sie sind sehr angenehm in der Verarbeitung und sind frei von störenden oder schädlichen Ausdünstungen.

Wirksames Malspiel

Durch das Malspiel kann in besonderer Weise Selbstwirksamkeit erlebt werden. Die Entfaltung des ganz eigenen kreativen Weges kann im Sinne von Erdung, von Ich-Stärkung, von Entspannung oder als Oase für den Eigensinn wirksam werden. Malen wird jenseits aller Leistungsgedanken zu einer Ressource von schöpferischer Freiheit und Leichtigkeit.

© 2019 Malort Werther / Brigitte Sonntag

Malort Werther
Brigitte Sonntag
Meyerfeld 15
33824Werther
Während eines Kurses ist die Malort-Telefonnummer nicht anwählbar.